Klartraumberichte

Hier soll eine kleine Sammlung von verschiedenen Klartraumberichten entstehen. Falls Ihr Euren Bericht gerne hier sehen möchtet, füllt doch bitte das untenstehende Formular aus. Sobald die Berichte gegengelesen wurden, werden sie hier veröffentlicht.

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Adrian (Jahrgang 1999)

Ich berichte über meinen ersten (und bisher einzigsten) Klartraum.
Ich hatte über ein YouTube-Video etwas vom Klarträumen gehört (das war im Video nur nebensächlich erwähnt), habe mich darauf über das Luzide Träumen informiert, Dutzende Videos darüber angesehen und einen Haufen Internetseiten gelesen. Ich hoffte natürlich, dass ich sofort am ersten Tag mit meinem bis dahin schon recht großen wissen über das Luzide Träumen einen erhalten würde, was (man hätte es sich denken können) trotz Verinnerlichen und Anwenden verschiedener Techniken nicht geschah.

Exakt Zwei Wochen nachdem ich das erste Video über das Klarträumen sah, war es endlich soweit - ich hatte meinen ersten (recht kurzen) Klartraum:

Zuerst war es ein Trübtraum, dessen Anfang ich nicht mehr lückenlos wiedergeben kann. Eher gegen ende des Traums war ich auf dem weg zu meiner Arbeit, allerdings ohne jegliches Fahrzeug (ich habe zurzeit für gewöhnlich ein Motorrad mit dem ich zur Arbeit fahre oder fahre mit dem Bus). Als ich nun ca. die hälfte der Strecke hinter mir hatte (Gesamtweg ca. 25km im realen Leben) kamen dann schon Fragen auf "Wie bin ich eigentlich in der Zeit soweit ohne Fahrzeug gekommen?", durch meine neuen Angewohnheiten stellte ich mir kritische fragen "Kann ich mich an den groben Tagesablauf erinnern?" / "Wie bin ich hier hergekommen?" - natürlich fand' ich auch darauf keine Antwort also begann ich voller Euphorie mit den Realitätschecks und als ich dann ohne wirklich zählen zu müssen sah, dass an meiner Hand deutlich zu viele Finger sind (Ich denke es waren zwischen 7 und 8) war ich so glücklich darüber einen Klartraum zu haben, dass ich in den wohl größten aller Anfängerfehler tappte: Ich war so außer mir, und versuchte auf der stelle zu fliegen, sodass ich recht schnell aufwachte.

Hugh Callaway
Die Qualität des Traumes veränderte sich auf eine Weise, die man nur sehr schwer jemandem mitteilen kann, der dieses Erlebnis noch nie hatte. Sofort nahmen Klarheit und Lebendigkeit hundertfach zu. Das Meer, der Himmel und die Bäume hatten noch nie solch eine zauberhafte Schönheit ausgestrahlt; selbst die gewöhnlichen Häuser waren von innerem Leben erfüllt und auf eine mystische Art schön. Nie habe ich mich so wohlgefühlt, so klar im Kopf, und so frei.

D. W., Elk River, Minnesota

Ich stand auf einer weiten, offenen Fläche auf einem Feld, als meine Frau auf den Sonnenuntergang deutete. Ich wandte meinen Blick dorthin und dachte: ›Wie merkwürdig, solche Farben habe ich noch nie gesehen.‹ Dann dämmerte es mir: ›Ich muss träumen!‹ Niemals zuvor hatte ich eine derartige Klarheit und gestochen scharfe Wahrnehmung erlebt – die Farben waren wunderschön und das Gefühl der Freiheit so erhebend, dass ich begann, mit weit ausgestreckten Armen durch dieses wunderschöne goldene Weizenfeld zu laufen und aus vollem Hals zu rufen: ›Ich träume, ich träume!‹ Plötzlich begann sich der Traum aufzulösen; es muss die Aufregung gewesen sein. Ich wachte augenblicklich auf. Als mir bewusst wurde, was soeben geschehen war, weckte ich meine Frau und sagte: ›Es ist mir gelungen, es ist mir gelungen!‹ Ich war innerhalb des Traumzustands bei vollem Bewusstsein gewesen und werde nie mehr derselbe sein. Komisch, nicht wahr? Wie eine Kostprobe davon einen beeindrucken kann. Das ist die Freiheit, nehme ich an. Wir erleben, dass wir wirklich Herr über unser eigenes Universum sind.

(Aus Stephen LaBerges "Träume, was Du träumen willst" mit freundlicher Genehmigung des MVG Verlags)

Stephan Hegger

Nachdem ich mich nun über ein dreiviertel Jahr mit dem Thema Luzide Träume, Astralprojektionen und ähnlichen Dingen beschäftige, ohne das es irgendwie von Erfolg gekrönt war, kommt es in den letzten Tagen quasi mit brachialer Gewalt :)..

Letzte Nacht bin ich um 02.30 Uhr wach geworden und schaftrunken kurz aufs WC getigert. Ich war dabei extrem müde und bin dann auch wieder zurück ins Bett gegangen. Ein Blick konnte ich dabei auf die Uhr werfen, daher weiß ich genau die Zeit. Dann habe ich mich auf die rechte Seite gedreht und wollte einschlafen... aber mein Geist war zwar müde aber drehte sich irgendwie um sehr alltägliche Dinge, so das sich nicht wirklich Schlaf einstellen wollte.

Ich lag also bewegungslos im Bett und wartete auf den Schlaf, also ich plötzlich spürte wie ein starkes Kribbeln durch den gesamten Körper lief. Dieses Kribbeln tat nicht weh und war auch nicht unheimlich, sondern einzig verwirrend.. vor allem da es sich auch noch steigerte bis hin zu einem starken Vibrieren.

Wie gesagt war mein Geist die ganze Zeit über wach.. ich erinnere mich also an alles was zwischen dem aufstehen und diesen seltsamen Vibrationen passiert ist. Ich machte daraufhin einen Reality Check und musste mit Überraschung feststellen das ich durch die geschlossene Nase atmen konnte. Ich versuchte die Augen aufzumachen, konnte jedoch nichts sehen.. jedoch spüren wie ich noch immer auf der rechten Seite lag. Meine Wahrnehmung war sehr getrübt.. ich konnte Schemen der Möbel und Wände meines Zimmers erkennen aber nur wenn ich mich auf diese Fokussierte. Ich würde es am ehesten mit dem Ultraschall eines Flughundes oder Dardevils vergleichen :) ..

Ich war nun also nicht nur wach, mir bewusst das ich Träume, sondern konnte auch mein Zimmer wahrnehmen. Also wollte ich einen weiteren Reality Check machen und versuchte das Licht anzumachen. Jedoch funktionierten beide Lichtschalter nicht. Das ich den zweiten Lichtschalter überhaupt erreichen konnte war irritierend, da er so hoch liegt, das ich hätte aufstehen müssen.. ich aber noch auf dem Bett lag, mit dem Rücken auf der Matratze. Irgendwie war ich mir nun sicher das dieser Traum sehr "Realistisch" und gleichzeitig vollständig "Luzide" war. Also rollte ich mich rechts von der Matratze und ging vorsichtig durch das Zimmer, das sich meinem neuen "Raumsinn" eröffnete und sich eigentlich kaum von meinem echten Zimmer unterschied so weit ich das feststellen konnte.

Also stand ich dann am Fenster vor dem Balkon und dachte mir, da ich diesen Traum ja nun beeinflussen kann, würde ich es gerne sehen wenn ein guter Freund (der schon vor vielen Jahren verstorben ist) im Traum auftauchen würde. Unmittelbar nach diesem Wunsch hörte ich wie Schlüssel meine Wohnungstür aufschlossen und der Flur von Licht erhellt wurde.
Ich wünschte mir laut "Klarheit" aber an meinem eingeschränktem Raumsinn änderte sich nichts. Als die Tür zum Flur sich öffnete stand nun mein verstorbener Freund im Raum und grinste mich an. Er sah so aus, wie ich die prägnanteste Erinnerung an ihn habe.

Ich war wie vor den Kopf gestoßen und tief Emotional berührt. Ich bin auf ihn zugelaufen und wir haben uns lange umarmt. Ich hatte dabei wirklich das Gefühl ihm gegenüber zustehen. Die Emotionen die von ihm ausgingen, die Körperhaltung, der Duft.. alles stimmte, so weit ich es mit meiner etwas beschränkten Wahrnehmung erkennen konnte. Als ich ihm sagte wie froh ich sei das er hier ist und ich ihm so unendlich viele Dinge noch sagen möchte, antwortete er nur er wüsste das alles schon und auch was ich sagen wollte. Dabei strahlte er eine solche Ruhe aus, das ich völlig perplex war. Er sagte dann, das er leider auch schon wieder weg müsse, da er nicht lange hier bleiben könne.

Bis zu diesem Moment war der Traum völlig unter meiner Kontrolle und ich war hellwach. Als er sich verabschiedete spürte ich wie meine Umgebung sich wandelte und ich plötzlich in die Beobachtende "klassische" Traumperspektive gezogen wurde... Ich konnte noch eine darum bitten das wer immer mich hört, mir helfen solle bei meinem nächsten Traum mir bewusst zu werden das ich Träume... dann war ich aber aus der "Gestaltenden" in die "einfache "Erlebnis" Perspektive gewechselt und erwachte dann auch relativ schnell in der gleichen Position in der ich zu beginn durch den Reality Check den Traum begann.. also auf der rechten Seite liegend.

Die Vibrationen waren verschwunden und ein Blick auf die Uhr zeigte mir das es 03:00 Uhr morgens war. Der Reality Check zeigte das ich wach war und auch die Lampen funktionierten wieder.
Ein Abend der wirklich sehr Emotional war und zum nachdenken anregt.

O-naut (Jahrgang 1981)
Ich ging um etwa 22:20 Uhr ins Bett und las für ca. 15 Minuten eine Kurzgeschichte aus H.P. Lovecrafts „Cthulhu Mythos“. Schätzungsweise 1h später wurde ich im Traum klar. Leider erinnere ich mich nicht an eine zusammenhängende Geschichte. Meine Erinnerung setzt etwa zwei Sekunden vor dem klar werden ein: Ich mache aus dem Stand einen Rückwärtssalto und während des kurzen Momentes in dem ich kopfüber in der Luft hänge, werde ich mit einem Gefühl als ob mein Geist plötzlich sehen kann, schlagartig klar. Das Gefühl ist eine Mischung aus Adrenalinschub und euphorischer Gewissheit, dass ich einen Klartraum habe. Die Bilder sind leider etwas diffus und verschwommen und ich kann meine Umgebung nicht wirklich sehen denn alles ist irgendwie dunkel, aber das Gefühl der Traumgewissheit ist glasklar. Ich erinnere mich sofort daran, einen  Reality Check zu machen. Ich zähle die Finger meiner linken Hand und sehe sofort, dass da viel zu viele Finger sind. Ich schaue auf und bin positiv überascht und leicht nervös über diese Erkenntnis. Dann spüre ich wie mir die Kontrolle entgleitet. Das nächste woran ich mich erinnere ist, dass ich vermutlich wach im Bett liege und die Schlafparalyse voll miterlebe: Ich kann mich nicht bewegen und höre sehr lauten Lärm. Die Geräusche sind eine Mischung aus einem hohen Pfeifton und eines konstanten, industriellen Maschinenlärms. Ausserdem sehe ich grüne und rote Farbmuster von oben nach unten an mir vorbei ziehen. In der ersten Sekunde fühle ich mich leicht verwirrt, dann wird mir aber bewusst, dass das nur die Schlafparalyse sein kann. Sofort freue ich mich darüber und versuche mich (vermutlich etwas zu intensiv) darauf zu konzentrieren und bei Bewusstsein zu bleiben. Ich erinnere mich sofort an alles was ich je über die Schlafparalyse und über den weiteren Verlauf um einen Klartraum zu induzieren gelesen habe. Ich freue mich darüber und bin gespannt, nein richtig aufgeregt was nun weiter geschehen wird. Leider bin ich dann erwacht. Denn meine Erinnerung hört auf mit dem Gefühl, dass mir die Kontrolle entgleitet. Als ich wach bin, erinnere ich mich an das eben geschilderte. Ein anschliessender Versuch mit WILD bleibt leider erfolglos.

(A. F., Bay City, Michigan)

Mir wurde klar, dass ich träumte. Ich hob meine Arme und begann zu schweben (eigentlich wurde ich angehoben.) Ich stieg in den Himmel auf, dessen Färbung von Schwarz in Nachtblau und dann in Dunkelviolett überging und anschließend in Lavendel verblasste, bis er ganz weiß wurde und sich schließlich in strahlendes Licht verwandelte.
Während der ganzen Zeit, in der ich von einer unsichtbaren Kraft in der Luft gehalten wurde, erklang wunderschöne Musik, wie ich sie noch nie gehört hatte. Eigentlich waren es eher Stimmen als Instrumente. Ich kann mit Worten nicht die Freude beschreiben, die ich dabei empfand. Schließlich wurde ich sanft wieder auf die Erde herabgelassen.
Ich hatte das Gefühl, ich sei an einem Wendepunkt in meinem
Leben angekommen und dass ich den richtigen Weg gewählt hatte. Der Traum und die Freude, die ich empfand, waren eine Art Belohnung – zumindest erschien es mir so. In einem langen, langsamen Gleiten kehrte ich zum Wachzustand zurück, wobei die Musik noch in meinen Ohren widerhallte. Der euphorische Zustand hielt danach mehrere Tage an; die Erinnerung daran ist für immer geblieben.

(Aus Stephen LaBerges "Träume, was Du träumen willst" mit freundlicher Genehmigung des MVG Verlags)

Peter S. (Jahrgang 1990)

Es fing mit einem Trübtraum an, ich stand bei uns in der Küche und sollte mit meiner kleinen Schwester (4) ins Gericht zur Schenke bei uns, warum auch immer. Als ich gerade gehen wollte (meine Schwester war gar nicht bei mir), hab ich nochmal nen kurzen Blick in die Zeitung geworfen, die auf unserem Küchentisch lag. Dort stand doch wirklich eine gute Freundin von mir drin, die wohl gestorben ist. Ich war absolut erschrocken und fertig. Doch irgendwas kam mir komisch vor, zum einen stand in der Anzeige drin "Vicky B.", sie heißt eigentlich Victoria und zudem wusste ich, dass sie doch noch gestern bei Facebook online war. Und wenn sie da gestern Abend noch online war, konnte sie doch heute noch nicht in der Anzeige stehen, dachte ich mir. Ich habe daraus geschlussfolgert, dass dies ein Traum sein muss.
Ohne einen Reality Check oder so zu machen, war ich mir sicher, dass dies ein Traum sein muss. Das Bild wurde plötzlich absolut realistisch, alles schien so echt und scharf, mindestens wie im echten Leben, dass ich mich erstmal gefragt habe, ob das wirklich ein Traum sein kann. Das war mir in meinen vorherigen - wahrscheinlich präluziden Träumen - noch nie passiert. Zum Glück war ich überzeugt, dass das ein Traum sein muss. Ich habe absichtlich ganz langsam von links nach rechts unsere Küche angeschaut.
Ich war nach wie vor vollkommen überrascht und verblüfft, wie echt alles doch wirkt. Ich wollte fliegen, dachte mir aber, dass ich raus in den Hof sollte, da Stephen LaBerge in seinem Buch geraten hat, das draußen zu machen.
Also ging ich in den Hof. Auch hier war alles so real, dass ich auch hier erstmal nen Paar Sekunden da stand und alles genau betrachtete. Ich spürte den sanften, warmen Wind auf meiner Haut. Im Hof lag ein wenig Schnee, der dann aber plötzlich wieder weg war. Wir haben noch so eine Art Anbau neben unserem Haus (gegenüber), der mir im Traum nicht ganz geheuer war. Es schien alles so ein bisschen düster, mystisch, lebendig, auch wenn die Sicht immer noch absolut echt war.
Ich versuchte also zu fliegen, allerdings bin ich immer "nur" so 3 bis 4m hoch gesprungen (...)

Patric aus Hamburg (Jahrgang 1987)

Ich bin in der ersten Wohnung, in der ich als Kind gelebt habe. Ich glaube, dass ich im Bett liege und (nachts) auf die Toilette muss, weshalb ich aufstehe. Plötzlich stehe ich in unserem alten Wohnzimmer und auch meine Mutter ist anwesend, ich sehe sie aber nicht. Ich höre sie nur sprechen, dass sie auch auf die Toilette muss und sie geht dann vermutlich aus dem Raum. Ich stehe an einem Sessel, der direkt neben der geöffneten Balkontür steht. Auf einmal ist es taghell draußen. Ich fühle, dass irgendetwas seltsam ist und mache den RC, halte mir die Nase zu und versuche zu atmen. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der RC jetzt positiv oder negativ war, während ich auf die offene Tür zum Balkon zugehe und überlege, ob ich springen und fliegen soll. Ich entscheide mich daher dagegen und möchte daher innen ein bisschen fliegen, was auch auf anhieb klappt! Jetzt ist es übrigens - genauso plötzlich - wieder Nacht! Ich möchte nun das Haus durch die Wände und Decken verlassen und denke witzigerweise noch, dass ich nicht durchs Badezimmer fliegen sollte, weil meine Mutter da ja gerade auf dem Klo sitzt. Dann verschwimmt die Szene und ich wache auf. Mein erster Klartraum.